3.3.2008 - Nicht lustig
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Das war nun aber gar nicht lustig


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6.2.2008 - Arzneimittelmuster - wie die Pharmaindustrie Ärzte "anfüttert"
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Mehr als 5,5 Milliarden Gratispackungen Ärztemuster dürfen die Pharmafirmen pro Jahr in den Praxen abgeben zwei Kleinpackungen pro Präparat, Arzt und Jahr. Die Motive der Industrie liegen auf der Hand: Die Ärzte sollen sich an die Medikamente gewöhnen und später in möglichst großer Zahl verordnen. Welche Folgen hat das für die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen? Und gibt es sinnvolle Alternativregelungen, die es dem Arzt ermöglichen, neue Medikamente kennenzulernen, ohne dass eine "Musterflut" die Praxen überschwemmt? Diesen Fragen ist das "Wissenschaftliche Institut der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen" (WINEG) nachgegangen. Das Fazit der Experten: Die Musterabgabe sollte zeitlich begrenzt werden auf die ersten zwölf Monate nach der Zulassung des Medikamentes. Anschließend sollte auf wirkstofffreie Muster umgestellt werden. So lässt sich auch bei speziellen Präparaten zum Beispiel zur Inhalation oder zur Injektion der Umgang erlernen.


Arzneimittelmuster werden meist von Pharmavertretern in die Praxen geliefert und unterliegen damit nicht den üblichen Qualitätsvorgaben wie zum Beispiel einer Lagerungskotrolle oder einem kontrollierten Rückrufsystem. Viele Wirkstoffe sind auch temperaturempfindlich und überstehen eine Lagerung oder einen Transport in untemperierter Umgebung nicht unbeschadet.

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Ich mache mir schon länger Gedanken um die Arzneimittelsicherheit der Ärztemuster. In den meisten Fällen lagern die bei den Pharmaberatern in der Garage, im Keller oder auf dem Dachboden. Alles keine Möglichkeiten, die einer sachgerechten Lagerung von Arzneimitteln dienen.

Es ist kaum vorstellbar, dass Räumlichkeiten wie Garage, Keller und Dachboden auch nur annähernd für die sachgerechte Lagerung von Arzneimitteln geeignet sind. Garagen können weder trocken sein, noch die erforderliche Temperatur und Luftfeuchte für die Arzneimittellagerung aufweisen, zumal wenn in der Garage auch noch der Firmenwagen untergebracht ist. Aber auch ohne ist eine Garage nicht der rechte Platz für die Lagerung von Arzneimitteln. Welche Garage ist schon beheizt, trocken und entsprechend klimatisiert? Das gilt auch für Kellerräume und Dachböden. In diesen Räumlichkeiten ist eine sachgerechte Arzneimittellagerung völlig ausgeschlossen. Welches Pharmaunternehmen klimatisiert schon den Keller oder Dachboden, seiner Pharmareferenten, nur um dort Muster lagern zu können?

Arzneimittel sind getrennt von übrigen Waren, bei Temperaturen zwischen 15°C und 25°C, entsprechend den jeweils geforderten Bedingungen zu lagern. Die Luftfeuchtigkeit sollte 60% nicht übersteigen. Werden Arzneimittel außerhalb dieser Temperatur- und Feuchtebereiche aufbewahrt, wird die Stabilität nicht gewährleistet, d.h. durch thermische und hydrolytische Zersetzung können Abbauprodukte entstehen, die im schlechtesten Fall sogar toxisch sind. Auch die galenische Zubereitung kann unter falscher Lagerung leiden. Ganz zu schweigen davon, wenn die Arzneimittelmuster bei wechselnden Temperaturen tagelang im Firmenwagen durch die Gegend gefahren werden.


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22.1.2008 - STADA-Skandal 2008?
Posted in Pharmamarketing

Im Forum für gestrauchelte Pharmaberater brennt wieder mal die Luft. Da ist von einem STADA-Skandal 2008 die Rede. Die User "Maxizack" und "Heffkes" berichten darüber, dass STADA seit Jahresbeginn wieder einen Pharmaaussendienst auf der Schiene hat. Ca. 50 Pharmavertreter sollen über ein neugegründetes Tocherdienstleistungsunternehmen wieder für STADA tätig sein und in die Praxen tappern. Aber wo liegt das Problem? Das war doch bekannt. Dass man selektiert hat, natürlich nur die Besten der Besten, ist doch legitim und kein Skandal. Zugegeben, die Umstände sind nicht ganz gentlemanlike, aber wer will das von der Pharmaindustrie auch erwarten? Ich glaube mal, die beiden Pharmavertreter, die sich da im Forum für gestrauchelte Pharmaberater ausweinen, einer davon stand wohl mal in den Diensten von STADA, haben ein Problem damit, weil sie durch's Raster gefallen sind. Wären die jetzt auch unter den Auserwählten, dann würde das alles ganz anders klingen.


Eins darf man aber trotzdem nicht vergessen, die Pharmaindustrie ist am Profit interessiert, nicht am Wohlergehen ihrer Mitarbeiter und am Wohl der Patienten erst recht nicht. Schlimm, wer das noch nicht gemerkt hat.


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17.1.2008 - Enttäuschendes über Ezetrol®
Posted in Pharmamarketing

Am Fall der Enhance-Studie, an der von Juni 2002 - Juni 2006 rund 720 Patienten mit einer sog. "familären Hypercholesterinämie" teilgenommen hatten, wird erneut deutlich, daß eine transparente Informationspolitik der Pharma-Konzerne umso unwahrscheinlicher wird, je umsatzstärker das jeweilige Medikament ist. Mit der Enhance-Studie wollten die Hersteller Merck & Co (in Deutschland MSD) und Schering-Plough (in Deutschland essex pharma) klären, ob ihr Cholesterin-Absorptionshemmer Ezetimib, in den USA als  Zetia® und Vytorin® vermarktet, (in Deutschland als Ezetrol®, bzw als Kombinationspräparat Inegy® von MSD im Handel) das Wachstum von Gefäßablagerungen, sogenannte Plaques, reduzieren kann und somit die Arteriosklerose gemindert und die Therapie koronarer Erkrankungen günstig beeinflusst wird.


Fast zwei Jahre nach dem Abschluss der Studie zum Lipidsenker Ezetimib  haben die Hersteller nun endlich die enttäuschenden Ergebnisse bekannt gegeben. Gerade bei den Studienteilnehmern, die Ezetimib in Kombination mit dem Cholesterinsynthesehemmer Simvastatin erhalten hatten, wuchsen die Ablagerungen stärker, als bei den Teilnehmern die nur Simvastatin erhalten hatten. Der Unterschied war nicht signifikant. Darüberhinaus steht Ezetimib im Verdacht Leberschäden zu verursachen.

Nicht ganz unerwähnt dürfen die Begleitumstände dieser Studie bleiben. Das Problem ist, daß Studien, die auf negative Begleiterscheinungen eines Medikaments hinweisen, den Herstellern nätürlich nicht gefallen. Die Präparate Zetia® und Vitorin® brachten den Herstellern alleine im 2. Quartal 2007 knapp 3,2 Milliarden US-Dollar Umsatz. So versuchen die Pharmakonzerne, diese Studienergebnisse mit allen zur Verfügung stehenden Methoden zu beschönigen und zu relativieren, oder wie in diesem Fall, die Publikation gleich ganz zu verhindern.

Entgegen den Bestimmungen war die Studie nicht im klinischen Studienregister eingetragen. Dann wurde bekannt, dass man die klinischen Endpunkte und Richtgrößen verändert und Patienten aus der Studie herausgenommen hatte, bei denen sich die Leberwerte bedenklich erhöht hatten. Aus guten Grund werden die Richtgrößen und Endpunkte vor Studienbeginn festgelegt. Werden diese Stellschrauben im Nachhinein verändert, muss man dafür gute Gründe haben oder, wenn man sich nicht in die Karten schauen lässt, etwas zu verbergen. Jetzt kam auch heraus, daß bereits in den Jahren 2000 bis 2003 mehrere interne Studien durchgeführt wurden. Bei diesen Studien gab es bereits  Anhaltspunkte für erhebliche Nebenwirkungen. Ganz im Vordergrund stand die leberschädigende Wirkung. Seinerzeit hielt man bei Schering-Plough diese Ergebnisse für nicht relevant.

Der Kardiologe Steven Nissen von der Cleveland Clinic nannte die Ergebnisse "schockierend."

Dr. Steven Nissen, the chairman of cardiology at the Cleveland Clinic, said the results were “shocking.” Patients should not be prescribed Zetia unless all other cholesterol drugs have failed, he said.

“This is as bad a result for the drug as anybody could have feared,” Dr. Nissen said. Millions of patients may be taking a drug that has no benefits for them, raising their risk of heart attacks and exposing them to potential side effects, he said.

Die vorliegenden Ergebnisse sind eine Enttäuschung oder " je nach Betrachtungsweise " ein Skandal!

Es geht der Pharmaindustrie in erster Linie um Profit und nicht um das Wohl der Patienten!


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29.12.2007 - Aronia - eine "Wunderbeere" und ihre Freunde

Kennen Sie den
Saftblog der Kelterei Walther aus Arnsdorf? Geschäftsführerin dieses Unternehmens ist K. Walther. Ihr steht der Geschäftspartner Jörg H. zur Seite. Im Saftblog der Fa. Walther wird schwer die Werbetrommel für Aronia-Saft gerührt. Im Saft-Shop wird der Saft aus der unscheinbaren und als wenig schmackhaft geltenden Frucht in der 3-Liter Saftbox für 22,60 Euro angeboten. Ein wahrlich stolzer Preis.Was hat es eigentlich mit der Aroniabeere auf sich? Da bietet es sich an, mal bei Google anzufragen. Hilfreich wie Tante Google nun mal ist, bietet sie gleich als ersten Eintrag die Internetpräsentation der "Freunde und Förderer der Aroniabeere. e. V." an.  Hier werden der Aroniabeere  mannigfaltige Heileigenschaften nachgesagt::
...Cholesterolablagerung verhindern...normale Duchlassfähigkeit und Geschmeidigkeit der Blutgefäßwände gewährleisten...bei Arterienverkalkung und Hypertonie aber auch Störungen des Nervensystems angewendet werden...hervorragendes Heilmittel bei hohem Blutdruck...erhöhen die Abwehrkräfte des Organismus gegen Krankheitserreger (Bakterien und Viren)....gutes Heilmittel bei Bronchitis.
Schön, wenn man als unscheinbare und nicht gerade wohlschmeckende Beere so gute Freunde und Förderer hat. Einen besonders guten Förderer und Freund kennen wir bereits, den Geschäftspartner bei Walthers Kelterei,  Jörg H. Der ist "zufälligerweise" auch der inhaltlich Verantwortliche gemäß § 10 Absatz 3 MDStV für die Website www. aroniabeere.de. Es gibt aber noch mehr "Zufälle:"  Über die Aroniabeere gibt es ein drucktechnisches Erzeugnis:  "ARONIA Unentdeckte Heilpflanze."  Erhältlich u.a. bei amazon.de. Da begegnet er uns wieder, der Jörg. H. einmal als Bildautor und als Verfasser einer Rezension über das Aroniabuch. Was es alles gibt und wie klein die Welt doch ist! Geschäftspartner bei der Kelterei Walther in Arnsdorf, Verantwortlicher für die Inhalte der Website der "Freunde und Förderer der Aroniabeere e.V." Und Rezensent bei amazon.de. Alles in Personalunion.

Nun handelt es sich bei Aroniabeerensaft um ein Lebensmittel und kein Arzneimittel. Das LFGB (Lebensmittel-Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch) enthält eindeutige Bestimmungen:

Es verbietet wissenschaftlich nicht hinreichend gesicherte Wirkungsbehauptungen.Einem Lebensmittel darf nicht der Anschein eines Arzneimittels gegeben werden.Eine krankheitsbezogene Werbung ist grundsätzlich verboten und nur bei bestimmten diätetischen Lebensmitteln zugelassen, bei denen entsprechende Verbraucherinformationen nötig sind, z.B. bei Erzeugnissen für Diabetiker.

Nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) können Lebensmittel keine Arzneimittel sein.Hinreichend gesicherte Wirkungen auf bestimmmte Krankheiten gibt es für Aroniasaft nicht.Die
Landesapothekerkammer Baden-Württemberg führt dazu u. a. aus:

"Die intensive Färbung verdankt die (Aronia)-Frucht einem hohen Gehalt an sogenannten Anthocyanen und anderen Polyphenolen, wie wir sie aus demRotwein kennen. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, also Stoffe, die diePflanze nicht für Ihren Stoffwechsel produziert, sondern um sich vor schädlichen Außeneinflüssen zu schützen. Ihnen werden gesunde Wirkungen als Antioxidantien und Radikalfänger nachgesagt.
Auch für diese Pflanzenstoffe fehlt der wissenschaftliche Beweis für eine gesundheitsfördernde Wirkung im Sinne der Werbeberichte zu Aronia-Saft, der sogar gegen hohen Blutdruck und Diabetes wirken soll. Unklar ist, ob und in welchem Umfang die sekundären Pflanzenstoffe, die auch(Bio-)Flavonoide genannt werden, vom Körper aufgenommen werden können. Außerdem können diese Pflanzenstoffe  - wie man vom Beispiel der Grapefruit weiß,  auch den Abbau von Arzneimitteln negativ beeinflussen. Man kann den Aronia-Saft daher als  Abwechslung zu anderen Getränken ab und zu  genießen aber nicht regelmäßig wie ein Arzneimittel einnehmen, um eine Krankheit zu heilen oder zu lindern. Denn es gibt auch für Aronia-Saft keine Wirksamkeitsnachweise."

Ich finde es verwerflich und bedenklich, wenn aus Profitgründen einem Lebensmittel der Anschein eines gegen verschiedene Krankheiten, wie z.B. Bluthochdruck und Bronchitis, wirksamen Arzneimittels gegeben wird.

Auch
hier wird über die Aronia- oder Apfelbeere berichtet, nicht so elegant wie bei Walther's,  dafür aber dreister. Mittlerweile wird auf der Homepage der Site auf ein vermindertes Informationsangebot über die Apfelbeere hingewiesen:
"...beim Weitersurfen auf unserer Website wird Ihnen auffallen, dass unsere bisherige Informationsvielfalt eingeschränkt wurde.Grund dafür ist, dass man uns derzeit mit Abmahnungen bis hin zur einstweiligen Verfügung überschüttet, um zu verhindern, dass wir wichtige Informationen über die Apfelbeere an Sie weitergeben.Wir prüfen derzeit, auf welchem Weg wir Ihnen die Informationen zukünftig zukommen lassen können, die Ihnen einfach zustehen..."
Na, das ist doch ganz einfach, Aroniabeerensaft als das deklarieren, was er ist, ein möglicherweise "gesundes" Lebensmittel, ohne bisher nachgewiesene Wirkungen auf Krankheiten.Trotzdem findet man im Internet bei Google interessante Aussagen über die Apfel- oder Aroniabeere, leider keine wissenschaftlich nachgewiesenen. Bis vor kurzem konnte man auf der Seite www.apfelbeere.de noch die Meinung einer Heilpraktikerin aus Tambach-Dietharz lesen:
"...Apfelbeeren-Nektar unterstützt viele Funktionen unseres Körpers.Die enthaltenen Vitamine und Ballaststoffe stärken das Immunsystem, dieAnthocyane säubern das Gefäßsystem und können so Herzinfarkt undArteriosklerose vorbeugen..."
Mittlerweile ist diese Information verschwunden. Na sowas, da hat die heilpraktische Dame wohl kalte Füsse bekommen.Ganz besonders skrupellos finde ich die Bewerbung der Apfelbeere auf der Website "Natur Manufactur" Scholze Schirgiswalde.Hier wird sogar von einem Telefongespräch über angeblich "erste Erfolge" mit Aronia bei Krebs berichtet:
...Am 7.7.2007 rief mich eine Frau an, deren Tochter Krebs hat, der Arzt hat Ihr zur Aronia geraten und die Tochter hat die ersten Erfolge mit diesem Radikalenfänger gemacht. Ich habe Sie gebeten uns auf dem Laufenden zu halten, was ich gerne an Sie weitergebe...
Verantwortlich für diese Website zeichnet lt. Impressum ein Dipl.-Ing.(TU) für Lebensmitteltechnik. Wie sich derartige Aussagen über ein Lebensmittel, denn nichts anderes ist der Saft der Apfel- oder Aroniabeere, mit demBerufsethos des Herrn Dipl.- Ing. (TU) für Lebensmitteltechnik vereinbaren lassen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Bei
Wolly's Weinwelt wird der Aroniabeere ebenfalls eine Heilwirkung bei verschiedenen Krankheiten zugeschrieben:
..."aufgrund seiner heilenden Wirkung viel in der Medizin eingesetzt, z. B. zur Ausscheidung von Schwermetallen,Behandlung von Arteriosklerose, Senkung des Blutdrucks, Erkrankung der Haargefäße,Hämorrhoiden und anazider Gastritis (Magenentzündungen)..."
Dringend zu empfehlen ist den Seitenbetreibern ein Blick in das LFGB (Lebensmittel-Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch.)

Unter §12 Verbot der krankheitsbezogenen Werbung ist dort vermerkt:

(1) Es ist verboten, beim Verkehr mit Lebensmitteln oder in der Werbung für Lebensmittel allgemein oder im Einzelfall

1. Aussagen, die sich auf die Beseitigung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten beziehen,

2. Hinweise auf ärztliche Empfehlungen oder ärztliche Gutachten,

3. Krankengeschichten oder Hinweise auf solche,4. Äußerungen Dritter, insbesondere Dank-, Anerkennungs- oder Empfehlungsschreiben, soweit sie sich auf die Beseitigung oder Linderung von Krankheiten beziehen, sowie Hinweise auf solche Äußerungen,

5. bildliche Darstellungen von Personen in der Berufskleidung oder bei der Ausübung der Tätigkeit von Angehörigen der Heilberufe, des Heilgewerbes oder des Arzneimittelhandels,

6. Aussagen, die geeignet sind, Angstgefühle hervorzurufen oder auszunutzen,

7. Schriften oder schriftliche Angaben, die dazu anleiten, Krankheiten mit Lebensmitteln zu behandeln,

zu verwenden.

Mag sein, dass der Saft der Aroniabeere "gesund" ist. Das heißt allerdings nicht, dass er dazu im Stande ist Krankheiten zu heilen oder deren Verlauf zu beeinflussen. Das heißt nur, er schadet nicht. Orangensaft ist auch "gesund", weil er reich an natürlichem Vitamin C ist. Keiner würde jedoch auf den Gedanken kommen, Orangensaft eine heilende Wirkung zuzuschreiben. Wer mag kann Aroniasaft  trinken, als Lebensmittel, nicht mehr und nicht weniger ist Aroniabeerensaft nämlich. Ich, für meine Begriffe, halte ihn für ungeniessbar, aber das ist Geschmacksache.


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